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Webflow oder WordPress: Was passt zu Ihnen?

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Zwei gläserne Website-Layouts nebeneinander, links aus Modulblöcken, rechts aus gestapelten Ebenen, dazwischen eine goldene Waage

Kurz beantwortet

Webflow oder WordPress? Webflow ist ein gehosteter Dienst eines US-Anbieters: Design, Hosting und Updates kommen aus einer Hand, dafür sind Sie an die Plattform gebunden, und Daten werden laut Webflow in die USA übermittelt. WordPress ist freie Software, die Sie bei einem Hoster Ihrer Wahl betreiben, auch in Deutschland. Dafür kümmern Sie sich selbst oder ein Dienstleister um Updates von Kern, Theme und Plugins. Für SEO taugen nach unserer Einschätzung beide. Entscheidend sind, wer die Seite pflegt, welche Funktionen Sie brauchen und wie streng Ihre Datenschutzvorgaben sind.

Was unterscheidet Webflow und WordPress grundsätzlich?

Webflow ist eine Plattform der Webflow Inc. aus San Francisco, auf der Sie Websites gestalten, mit Inhalten füllen und direkt hosten. WordPress ist laut WordPress.org freie Software unter der Lizenz GPLv2 oder später (WordPress.org: About). Sie installieren sie bei einem Hoster und erweitern sie mit Themes und Plugins. Nach Angabe von WordPress.org läuft WordPress auf über 43 % aller Websites im Netz.

Welches System passt, hängt weniger vom Namen ab als von Ihrem Team und Ihren Anforderungen. Wie ein Website-Projekt bei uns abläuft, lesen Sie unter Website erstellen lassen.

WebflowWordPress
Betriebgehosteter Dienst, alles aus einer HandSoftware, die Sie selbst oder ein Dienstleister betreibt
Hosting-Ortlaut Webflow USA (Hosting über AWS, CDN Cloudflare)frei wählbar, je nach Hoster
Kosten-LogikMonats- oder Jahresplan pro WebsiteSoftware kostenlos, Kosten für Hosting, Erweiterungen und Pflege
PflegePlattform-Updates durch den AnbieterUpdates von Kern, Theme und Plugins nötig
SEO-Funktioneneingebaut, teils planabhängigKern plus Plugins
Wechsel und ExportCode-Export nur mit bezahltem Workspace-Plan, EinschränkungenInhalte und Dateien liegen beim eigenen Hoster

Wo liegen die Daten, und was heißt das für die DSGVO?

Webflow: Hosting über US-Dienstleister

Laut der Liste der Unterauftragsverarbeiter nutzt Webflow Amazon Web Services für Cloud-Dienste und Hosting in den USA und Cloudflare als CDN, ebenfalls in den USA (Webflow: Subprocessors). Nach der EU-Datenschutzerklärung von Webflow werden Daten in die USA auf Grundlage des EU-U.S. Data Privacy Framework übermittelt (Webflow: EU & Swiss Privacy Policy).

Für die Daten Ihrer Website ist Webflow laut seinem Data Processing Addendum Auftragsverarbeiter (Webflow: Data Processing Addendum). Für Übermittlungen aus dem EWR legt das Dokument eine Rangfolge fest: zuerst das EU-U.S. Data Privacy Framework, sofern Webflow danach zertifiziert ist, sonst die EU-Standardvertragsklauseln. Das Data Privacy Framework beruht auf einem Angemessenheitsbeschluss der EU-Kommission (Art. 45 DSGVO). Laut seinen Privacy FAQs speichert Webflow die Daten seiner Kunden und der Besucher von deren Websites in den USA (Webflow: Privacy FAQs). Eine offiziell angebotene Datenhaltung in der EU ist auf den Rechts-, Datenschutz- und Preisseiten von Webflow nicht belegt (Stand 21.10.2026). Wenn Sie das brauchen, fragen Sie direkt bei Webflow nach.

Das heißt nicht, dass Webflow unzulässig wäre. Es heißt, dass Sie prüfen sollten: Ist der Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO abgeschlossen? Nennt Ihre Datenschutzerklärung die Übermittlung in die USA? Wie sind Formulare und Cookies geregelt? Laut Data Processing Addendum sind Sie als Kunde dafür verantwortlich, nötige Hinweise und Einwilligungen einzuholen.

WordPress: Hosting-Ort frei wählbar

WordPress selbst enthält kein Hosting. Wo die Daten liegen und mit wem Sie einen Auftragsverarbeitungsvertrag schließen, hängt am Hoster, den Sie wählen. Plugins können allerdings eigene Datenflüsse mitbringen, etwa zu externen Diensten in den USA. Prüfen Sie deshalb die Liste der Plugins genauso wie den Hoster.

Was kosten Webflow und WordPress?

Laut Preisseite kostet bei Webflow der Site-Plan Basic 15 US-Dollar und der Plan Premium (mit CMS) 25 US-Dollar im Monat, jeweils bei jährlicher Zahlung, pro Website und zuzüglich Steuern (Preise in US-Dollar, abgerufen am 21.10.2026, Webflow: Pricing). Workspace-Pläne für Teams und Zusatzfunktionen können dazukommen. Preise und Pläne können sich ändern; prüfen Sie sie vor einer Entscheidung.

WordPress ist als Software kostenlos. Kosten entstehen für Hosting, für kostenpflichtige Themes und Plugins und für die laufende Pflege. Diese Kosten unterscheiden sich stark je nach Anbieter und Umfang, deshalb nennen wir hier keine Zahlen.

Wie viel Pflege braucht welches System?

Updates und Sicherheit

Laut WordPress-Dokumentation sind automatische Updates des Kerns auf den meisten Websites standardmäßig aktiv, Übersetzungen werden standardmäßig automatisch aktualisiert. Plugins und Themes werden nur in Sonderfällen automatisch aktualisiert (WordPress.org: Automatic Background Updates). Wer WordPress nutzt, braucht also eine feste Routine für Updates und Backups. WordPress verlangt laut WordPress.org außerdem eine aktuelle Server-Umgebung, etwa PHP 8.3 oder neuer und HTTPS (WordPress.org: Requirements).

Bei Webflow kümmert sich der Anbieter um die Plattform, weil es ein gehosteter Dienst ist. Das nimmt nach unserer Einschätzung Arbeit ab, ist aber keine Garantie, dass nie etwas ausfällt.

Inhalte selbst pflegen

Beide Systeme haben Rollen für Redaktion und Bearbeitung. Webflow bietet laut Preisseite eigene Rollen und Plätze für die Inhaltspflege, WordPress Redaktionsrollen im Backend. Wie leicht sich Ihr Team einarbeitet, hängt nach unserer Einschätzung vor allem davon ab, wie die Seite eingerichtet ist, nicht nur vom System.

Welches System ist besser für SEO und KI-Suche?

Beide erfüllen die Grundlagen: Title und Meta-Beschreibung, Canonical-Angaben, XML-Sitemap, 301-Weiterleitungen und robots.txt. Webflow nennt auf der Preisseite außerdem llms.txt und Schema-Markup, manche Funktionen hängen vom Plan ab. WordPress deckt vieles im Kern ab und den Rest über Plugins.

Bei Webflow oder WordPress entscheidet über Rankings nach unserer Einschätzung nicht der Systemname, sondern Inhalt, Struktur und Ladezeit. Ein Hinweis aus der Forschung: Eine Studie der Universität Toronto fand bei Gemini 10,6 % weniger Zitate für Seiten, deren Inhalt nur mit JavaScript lesbar ist (arXiv 2610.15033). Das ist ein Zusammenhang, kein Beweis für eine Ursache. Halten Sie Inhalte trotzdem ohne JavaScript-Zwang lesbar. Wie wir Seiten für Suche und KI-Antworten aufbereiten, lesen Sie bei SEO und GEO für Ihre Website.

Wie leicht kommen Sie wieder weg?

Laut Webflow-Preisseite gibt es einen Code-Export als HTML und CSS nur mit bezahltem Workspace-Plan. Dynamische Inhalte müssen „collection-by-collection“ exportiert werden, Formulare funktionieren danach nicht mehr, und exportierter Code lässt sich nicht wieder importieren.

Bei WordPress liegen Inhalte und Dateien beim eigenen Hoster. Ein Umzug zu einem anderen Hoster ist möglich. Ein Wechsel zwischen Webflow und WordPress ist in beide Richtungen ein Relaunch: Sie brauchen Weiterleitungen für alle alten Adressen.

Vergleich von Webflow und WordPress nach Betrieb, Hosting-Ort und Pflege
Webflow oder WordPress: Betrieb, Hosting-Ort und Pflege (Stand 21.10.2026)

Checkliste: Welches System passt zu Ihnen?

  1. Wer pflegt die Seite, und wie viel Technik will diese Person übernehmen?
  2. Wie viele Seiten und Beiträge brauchen Sie, auch in drei Jahren?
  3. Brauchen Sie Shop, Mehrsprachigkeit oder einen Mitgliederbereich?
  4. Wie streng sind Ihre Vorgaben zum Hosting-Ort?
  5. Wer übernimmt Updates, Backups und Sicherheit, und mit welchem Budget?
  6. Wie abhängig wären Sie von einzelnen Plugins oder vom Anbieter?
  7. Wie wichtig ist Ihnen ein späterer Wechsel oder Export?
  8. Ist die Barrierefreiheit der Seite eingeplant?

Wie die Draco eG bei der Wahl des Systems hilft

Bei Website-Projekten gehören Konzept, Gestaltung, Texte und SEO zu unseren Leistungen. Welches System für Ihr Projekt in Frage kommt, besprechen wir mit Ihnen anhand Ihrer Anforderungen. Eine Empfehlung für ein bestimmtes System geben wir hier bewusst nicht.

Häufige Fragen

  • Webflow oder WordPress: Was ist für kleine Unternehmen besser?

    Das hängt davon ab, wer die Seite pflegt und welche Vorgaben gelten. Webflow nimmt Hosting und Plattform-Updates ab, bindet Sie aber an einen US-Anbieter. WordPress lässt Ihnen die Wahl des Hosters, verlangt aber eine feste Update-Routine.

  • Ist Webflow DSGVO-konform nutzbar?

    Webflow ist laut eigenem Data Processing Addendum Auftragsverarbeiter und übermittelt Daten laut Datenschutzerklärung auf Grundlage des EU-U.S. Data Privacy Framework in die USA. Ob die Nutzung für Sie passt, hängt von Vertrag, Datenschutzerklärung, Formularen und Cookies ab. Prüfen Sie diese Punkte vor dem Start.

  • Was kostet eine Website mit Webflow im Monat?

    Laut Webflow-Preisseite kostet der Site-Plan Basic 15 US-Dollar und der Plan Premium (mit CMS) 25 US-Dollar im Monat, bei jährlicher Zahlung, pro Website, zuzüglich Steuern (Preise in US-Dollar, abgerufen am 21.10.2026). Workspace-Pläne und Zusatzfunktionen können dazukommen.

  • Ist WordPress kostenlos?

    Die Software ja, sie steht laut WordPress.org unter der GPLv2. Kosten entstehen für Hosting, kostenpflichtige Themes und Plugins sowie die Pflege.

  • Kann ich von WordPress zu Webflow wechseln, ohne Rankings zu verlieren?

    Ein Wechsel ist ein Relaunch. Mit vollständigen 301-Weiterleitungen für alle alten Adressen und gleichwertigen Inhalten lässt sich das Risiko senken, eine Garantie gibt es nicht.

  • Welches System ist besser für SEO?

    Beide erfüllen die technischen Grundlagen. Über Rankings entscheiden nach unserer Einschätzung vor allem Inhalte, Struktur und Ladezeit, nicht das System.

Ihr nächster Schritt

Sie stehen vor der Frage Webflow oder WordPress? Wir besprechen mit Ihnen, was Ihre Website leisten soll.

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Quellen (abgerufen am 21.10.2026)

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und stellt keine Rechtsberatung dar. Stand: 21.10.2026.

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